Bahnen im Kiel der 80er Jahre

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Den Kieler Bahnbetrieb bestimmten in den 80er Jahren nicht nur die Deutsche Bundesbahn, sondern bis 1985 auch noch die Straßenbahn, sowie - dem gemeinen Publikum eher verborgen - die Hafen- und Verkehrsbetriebe der Landeshauptstadt Kiel (HVB) und die Kiel-Schönberger Eisenbahn.

220 062 Ein beliebter und noch nicht durch Oberleitungen gestörter Aussichtspunkt war die über das Vorfeld des Hauptbahnhofs führende Gablenzbrücke. Am 30.07.82 hat die Oldenburger 220 062 den schon von Flensburg kommenden E 2873 zur Weiterfahrt nach Kreiensen übernommen.
220 071 Mit E 3659 kam der letzte abendliche Zug nach Lübeck schon von Husum, 220 071 steht am 03.02.83 abfahrbereit.
240 003 In Kiel waren selbstverständlich auch immer frische Produkte der heimischen Industrie zu bewundern wie am 11.04.90 die 240 003 mit einem Zug zur Lokführerschulung, während in der Innenstadt ein Kaufhaus qualmt.
218 106 Wieder einmal Winter ist eingebrochen, als am 17.02.91 die 218 106 den E 3553 bereitstellt.
212 033 an der Friesenbrücke 212 033 verläßt mit E 3771 Kiel gen Lübeck, am 26.02.87 an der Friesenbrücke.
218 113+155 an der Friesenbrücke Wieder von der Friesenbrücke aufgenommen, sind 218 113 und 218 155 mit IC 782 aus Richtung Hamburg kurz vorm Ziel (07.09.89).
220 031 in Elmschenhagen Die Lübecker 220 031 mit E 3180 hat in Büchen DR-Kurswagen von Berlin übernommen und am Abend des 5.5.83 nach Durchfahrt durch den nicht mehr bedienten Bf Kiel-Elmschenhagen bald ihr Ziel Kiel Hbf erreicht.
D898 bei Molfsee Südlich des Rbf Kiel-Meimersdorf passiert D 898 von Bonn am Morgen des 05.05.87 das Freilichtmuseum.
515 110 bei Melsdorf Die Husumer 515 110+815 764 als N 5222 haben am 30.04.84 den damals noch im Personenverkehr bedienten, aber nur als Schrankenposten besetzten Bf Melsdorf verlassen und eilen gen Rendsburg. Mit den 628 ist von dieser Strecke inzwischen schon die nächste Triebwagengeneration verschwunden.

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Blick von der Holtenauer Hochbrücke Bei einem Blick von der Holtenauer Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal entdeckt man rechts am südlichen Ufer im Stadtteil Wik die Anlagen der Hafen- und Verkehrsbetriebe der Landeshauptstadt Kiel (HVB), die heute als Seehafen Kiel firmieren.
HVB 1 Von hier ist Lok 1 im maigrünen Projensdorfer Gehölz nach Suchsdorf unterwegs (21.05.85).
HVB 5 Am 21.10.83 endete die Welt der HVB noch im Bahnhof Suchsdorf, von wo Lok 5 nach Abliefern ihrer abendlichen Fuhre leer in die Wik zurückkehrt.
HVB 5 Später kamen DB-Loks mittags in die Wik, während die HVB abends von Friedrichsort bis Kiel-Meimersdorf durchfuhr, das am 07.09.89 Lok 5 fast erreicht hat.
HVB 2 Meist war es aber Lok 2, die in Friedrichsort die MaK und bei Bedarf auch wie hier die Lindenau-Werft bediente (22.03.85).
HVB 3 Lok 3 führte ein isoliertes Dasein auf der Ostuferbahn und am Bollhörnkai (19.10.83).

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VKP 103 am Abzw. Ss V 103 der Verkehrsbetriebe des Kreises Plön (VKP) rangiert am 13.04.83 bei Kiel-Süd am Übergabepunkt der Bahn zur DB. Direkte Fahrten auf die Strecke der Kiel-Schönberger Eisenbahn waren damals am Abzw. Ss noch vom Hauptbahnhof, jedoch nicht von Meimersdorf möglich.
218 auf der Schwentinebrücke (VKP) Wegen der daher erforderlichen Sägefahrten waren die Kohlezüge zum Kraftwerk Dietrichsdorf mit einer DB-Lok an jedem Ende bespannt, nach dem Ende des kurzen 221-Gastspiels in den achziger Jahren meist mit Flensburger 218, hier auf der Wellingdorfer Schwentinebrücke (28.10.83).
218 am Kraftwerk Kiel-Dietrichsdorf Nach der Entladung verlassen am 05.07.85 die 218 177 (und am Zugschluß 212 033) Kiel-Dietrichsdorf.
VKP 103 bei Trensahl Mit ernstzunehmenden Zuglängen hatte es die V 103 an Wochenenden aufzunehmen, wenn in Vor- und Nachsaison freitags und sonntags jeweils ein Sonderzugpaar nach Schönberg zu befördern war (19.05.85 bei Trensahl).
VKP 154 im Hbf Am Freitag, dem 30.09.88, beginnt für die neue Lok V 154 ihre Teiletappe nach Schönberg erst, während die Fahrgäste schon einige Kilometer Bierkonsums hinter sich haben.

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Linie 4 Bis Mai 1985 betrieb die Kieler Verkehrs-AG (KVAG) ihre letzte Straßenbahnlinie 4 auf der relativ exotischen Spurweite von 1100 mm, die es danach in Deutschland nur noch in Braunschweig gab.
Eingesetzt wurden Düwag-Sechsachser mit modernisierten Uerdinger Zweiachsbeiwagen, hier in der Gablenzstraße und am Kleinen Kiel.
Dieses Foto entstand am Berliner Platz am 21.04.85, also kurz vor der Einstellung, als anstelle der Stammstrecke durch die Bergstraße die durch die Brunswiker Straße befahren wurde.
Neben den genannten Zügen gab es 6 Paare von Düwag-Vierachsern, hier in der Wik an der Endhaltestelle "Fähre Holtenau", die über den Kanal die Verbindung eben nach Holtenau herstellt. Fast jeden Werktag war mindestens einer der Arbeitswagen im Einsatz wie der Kurvenschmierwagen 354.
An einem trüben Wintertag treffen sich an der Hst. Jungmannstraße zwei Züge der verschiedenen Typen.
Die Arbeitswagen wie der Schienenreinigungswagen 353 befuhren auch planmäßig sonst nicht befahrene Gleise, so die Schleife Belvedere.
Dritter und Senior im Bunde war 351.
KVAG 196 mit Salzwagen Der letzte Winter der Kieler Straßenbahn erforderte nächtliche Einsätze des Salzwagens 365 hinter dem aus Lübeck stammenden Tw 196. Die Pause am Dreiecksplatz reichte auch für eine etwas längere Belichtungszeit aus (18.12.84 03:40).

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© Horst Ebert www.bahnen-im-norden.de